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Man spricht bereits von Phase 2, was jedoch nichts daran ändert, dass wir uns in einem großen Teil der Welt noch mitten im Lockdown befinden; seit Wochen mussten viele von uns ihr Arbeitsleben (wer konnte), ihr Schul-, Sozial- und Familienleben und, das dürfen wir gewiss nicht vernachlässigen, auch ihr kirchliches Leben anders gestalten.
Diese Tage, diese Wochen haben unauslöschliche Seiten in das Tagebuch der Menschheit und der Christenheit geschrieben und dabei die Sehnsucht nach Gemeinschaft besungen, das Bewusstsein, Kirche zu sein, ein von Gott geliebtes Volk, die eine Herde des Guten Hirten, die Wiederentdeckung der Katholizität der Zugehörigkeit zu Christus, das heißt der Universalität des Heils ohne Unterschied von Rasse, Stand, Kultur und Gesundheit.
Jeder fühlt sich von dieser Welt, von dieser Zeit und von der kommenden Zeit angesprochen, von den Nöten der Brüder und Schwestern von heute und von der Welt von morgen. Ja, denn dies ist eine Zeit wichtiger Fragen: „Welche Zukunft will ich?“ oder besser „Welche Zukunft bereite ich vor?“, „Welchen Sinn hat diese Gegenwart?“, „Welches ist mein Platz im Orchester der Welt?“ In bestimmten Lebensphasen wie der Jugend waren diese Fragen immer die Herausforderung, die Kraft, die Qual, der Antrieb, der in den Herzen aufwühlt und sie zu mutigen Entscheidungen, zu wichtigen Beschlüssen drängt …
Maria! Francesco! Chiara! Domenico! Jeder ist in diese Welt gerufen, für etwas gerufen, für jemanden gerufen, zum Lieben gerufen, zur Liebe gerufen.
Der Papst hat in letzter Zeit oft eingeladen, sich von der Kreativität des Heiligen Geistes inspirieren zu lassen, um das Glaubensleben, das kirchliche Leben, die Gemeinschaft zu nähren.
Es überrascht nicht, dass auf diese Einladung zuallererst die jungen Menschen antworten, die sich in vielen Fällen im konkreten Einsatz für die anderen und auf der Suche nach einer immer wahreren und echteren Beziehung zu Gott nicht geschont haben. Im Lieben wird einem immer klarer bewusst, dass das Leben einen Sinn hat, dass es ausgerichtet ist; schon im Gerufensein zum Leben liegt im Keim der Sinn, der dem Leben eines jeden Erfüllung gibt, und im Frühling des Lebens, der Jugend, in der der Same die ersten Triebe treibt, ist die Lust groß zu entdecken, wer man wirklich ist.
Diese Überlegungen wurden auch von einer schönen Gruppe junger Frauen im Alter von 14 bis 30 Jahren geteilt, die aus verschiedenen Teilen Italiens, aus Deutschland, aus dem Libanon und nun auch aus Brasilien und von den Philippinen am wöchentlichen „Ruf“ (einem Videoanruf) teilnehmen wollten, den die Schwestern im Mutterhaus (Palermo) organisieren und in dem das Thema des „Rufes“ die Besinnung während der ganzen Osterzeit begleiten wird.
Die Anmeldungen belaufen sich bereits auf mehr als siebzig, die Treffen finden auf Italienisch, Deutsch und Englisch statt, und die Nationalitäten sind noch vielfältiger, wenn man die Herkunft einiger der jungen Frauen bedenkt; es ist eine bedeutsame Vorbereitung auf das Hochfest Pfingsten: im Zönakel um Maria versammelt, empfangen wir den Geist, der jedem den nötigen Mut verleiht, in der Welt Zeugen der Freude des Auferstandenen zu werden.
Sr. Daniela - Mutterhaus
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